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Freude im Görlitzer Rathaus über eine Million Euro für die Stadthalle

Freude im Görlitzer Rathaus über eine Million Euro für die Stadthalle

vom 14.11.2014

„Wir freuen uns über diese Nachricht. Zeigt sie doch, dass unsere Gespräche mit Bund und Land erfolgreich waren“, kommentiert Oberbürgermeister Siegfried Deinege die am gestrigen Nachmittag eingegangene Meldung über die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bundestages, die Sicherung der Stadthalle Görlitz mit einer Million zu unterstützen.

„Von der Entscheidung war ich nicht überrascht, da ich in den zurückliegenden Wochen und Monaten intensive Gespräche auf Bundes- und Landeseben zu den notwendigen Maßnahmen für die Erhaltung des denkmalgeschützten Jugendstilbaus geführt habe. Diese Entscheidung  ist das Ergebnis von beständiger und besonnener Arbeit“, so Siegfried Deinege.
„Besonders große Unterstützung erhielten wir dabei von Bundestagsabgeordneten Michael Kretschmer und Landtagsabgeordneten Octavian Ursu. Durch das gemeinsame Engagement kann es uns  gelingen, nun nach und nach vom beschlossenen Sicherungsprogramm zu einem Sanierungsprozess überzugehen. Es gilt jetzt die Regularien für den Einsatz des zugesagten Geldes zu klären und den von uns beim Sächsischen Staatsministerium des Inneren eingereichten Maßnahmenplan neu zu bewerten und gemeinsam mit den Stadträten abzustimmen.“

In den kommenden Tagen werden nun die Gespräche speziell mit dem Sächsischen Staatsministerium des Innern intensiv fortgeführt, um insbesondere konkret zu klären, welchen finanziellen Beitrag das SMI aus dem Sonderprogramm für Denkmalpflege für die Stadthalle zur Verfügung stellen wird.

Hintergrund
Untersuchungen der Strebepfeiler der Stadthalle hatten im September dieses Jahres ergeben, dass die Schäden größer als erwartet  sind und  die Standsicherheit der gesamten Halle erheblich gefährdet ist. Die außenliegenden Pfeiler waren über 100 Jahre komplett der Witterung ausgesetzt, was dazu geführt hat, dass die stählerne Stützkonstruktion und das Mauerwerk der Pfeiler durch Korrosion und Verschleiß soweit geschwächt sind, dass sie ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen können.  
Es wurde in dem Untersuchungsbericht darauf hingewiesen, dass die Konstruktion ohne eine umfassende Sanierung ihre Nutzungsgrenze erreicht hat und damit eine dringende Sanierung der Strebepfeiler erforderlich ist. Ohne funktionsfähige Strebepfeiler bestünde nun wieder, ähnlich der Situation im Jahre 1908, die Gefahr des Spontanversagens der Tragkonstruktion des Gebäudes.
Aufgrund dieser Ergebnisse wurde die Halle – bis zur Sanierung der Strebepfeiler – für die öffentliche Nutzung gesperrt und mit einem umlaufenden Bauzaun gesichert.

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