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Auferstehung eines Denkmals – Einzigartige Fotoausstellung öffnet in Görlitz

Auferstehung eines Denkmals – Einzigartige Fotoausstellung öffnet in Görlitz

vom 02.04.2015

Eine Ausstellung über die beispiellose Rettung von Görlitz als architektonisches Flächendenkmal wird am 16. Mai 2015 in der Neißestadt eröffnet. Unter dem Titel „Görlitz – Auferstehung eines Denkmal“ sind bis 18. Oktober 2015 großformatige Fotografien von Jörg Schöner aus Dresden zu sehen. Kulisse für den eindrucksvollen Streifzug ist die ehemalige Produktionshalle des Keramischen Maschinenbaus (Kema).

Gut sechs Wochen vor Eröffnung wurde am Donnerstag die Internetseite www.fotoausstellung-goerlitz.de mit Einblicken in das Ausstellungskonzept sowie fotografischen Impressionen freigeschaltet. Auch in den sozialen Medien wird für das Projekt geworben (www.facebook.com/fotoausstellung.goerlitz).

Die Stadt Görlitz veranstaltet die Ausstellung in Kooperation mit dem Freistaat Sachsen und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. „Am Beispiel der Görlitzer Altstadt werden 25 Jahre Deutsche Einheit und 25 Jahre Freistaat Sachsen erlebbar. Es gibt wenige Orte in Sachsen, wo das so unmittelbar zu spüren ist. Görlitz ist für mich einer davon“, sagt Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich.

„Die Ausstellung ist ein beeindruckender Beleg für das große Engagement und die Begeisterung der vielen Menschen, die sich mit großem Respekt vor dem hohen Wert der Denkmalsubstanz der Sanierung unserer Stadt gewidmet haben“, hebt der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege hervor. Er verweist auf die enormen Sanierungsleistungen, die die Stadt seit 1990 wieder aufblühen ließen.

Der Dresdner Fotograf Jörg Schöner machte sich unter anderem mit der Dokumentation des Historischen Grünen Gewölbes in Dresden und deren Präsentation auf der EXPO in Shanghai einen Namen. Seit vier Jahrzehnten dokumentiert er die herausragende Bausubstanz von Görlitz mit der Kamera. In der leerstehenden Kema-Halle werden seine Fotografien so installiert, dass atmosphärisch Stadträume entstehen. So werden teilweise Vorher-Nachher-Ansichten miteinander kombiniert, die Häuser und Gebäudeensemble sowohl im einstigen ruinösen als auch im heute sanierten Zustand zeigen.

Hintergrund

Die teilweise jahrhundertealte Denkmalsubstanz von Görlitz drohte zu DDR-Zeiten nach und nach unterzugehen. 1989 gab es sogar Pläne, in der Altstadt Straßenzug um Straßenzug zu sprengen. Eine Sanierung schien materiell aussichtslos und war keine erste Priorität der Staatsdoktrin wie das Prestigeprojekt des Wiederaufbaus der Semperoper in Dresden. Ein kleines Quartier hinter dem Rathaus fiel der ersten Sprengung zum Opfer. Danach regte sich verstärkt Protest in der Bevölkerung. Die Demonstrationen der friedlichen Revolution bleiben in Görlitz untrennbar verbunden mit dem entschiedenen Einsatz von Einwohnern für den Erhalt der Denkmalsubstanz ihrer Heimatstadt.

Informationen zur Ausstellung unter www.fotoausstellung-goerlitz.de und auf www.facebook.com/fotoausstellung.goerlitz

Ausstellungsdauer: 16. Mai bis 18. Oktober 2015

Ort: Pomologische-Garten-Straße 17, 02826 Görlitz

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