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Erster Spatenstich für Görlitzer ART

Erster Spatenstich für Görlitzer ART

vom 03.11.2015

Mit „Salzkristallen“ beginnen die Vorbereitungen auf die große KunstausstellungLange hat Matthias Lehmann auf diesen Moment gewartet. Am 9. November ist es soweit – er beginnt im Uferpark mit der Arbeit an den Fundamenten für die „Salzkristalle“. Im März 2016 werden auf die drei Fundamente drei Skulpturen gestellt.

Die Installation wird ab dem 1. April 2016 zusammen mit weiteren Kunstobjekten im Rahmen der Ausstellung „Görlitzer ART“ präsentiert. Im Gegensatz zu den anderen, temporär ausgestellten Arbeiten, verbleiben die „Salzkristalle“ dauerhaft in Görlitz.
Der in Meißen lebende Künstler hat mit dem Entwurf der „Salzkristalle“ einen im Kontext der 3. Sächsischen Landesausstellung 2011 ausgerufenen Wettbewerb des Vereins via regia sculptura gewonnen. Der Preis – die Umsetzung der künstlerischen Idee mit öffentlicher Förderung – wird im Rahmen von „Görlitzer ART“ eingelöst. Das hat der Görlitzer Stadtrat bereits 2013 beschlossen. Die Kosten der Herstellung der Installation belaufen sich auf etwa 22.000 Euro und werden hauptsächlich – wie das gesamte Ausstellungsvorhaben – mit Drittmitteln finanziert.
Außer der „Salzkristalle“ werden ab 1. April 2016 ein Jahr lang im öffentlichen Raum Kunstobjekte präsentiert, die in ihrer Gesamtheit ein Schaufenster der Kunstszene der Kulturhauptstadt Europas Wrocław 2016 darstellen. „Görlitzer ART“ ist eines der internationalen Projekte im Programm der Kulturhauptstadt. Eine Ausstellung mit Kunst im öffentlichen Raum gab es in Görlitz in dieser Form noch nie. Beteiligt sind Künstler aus dem Raum Wrocław, die 2014/15 an einem Wettbewerb zu „Görlitzer ART“ erfolgreich teilgenommen haben, wie auch Studenten der Kunstakademie Wrocław, die ihre Ideen noch bis zum Ende des laufenden Jahres entwerfen. Die Kunstakademie kuratiert auch das ganze Vorhaben, das außer der open-Air-Präsentation u. a. eine Reihe der begleitenden Einzelausstellungen der beteiligten Künstler in der Galerie Brüderstraße sowie eine Kuratoren-Ausstellung im Kaisertrutz beinhaltet.
Die Objekte der „Görlitzer ART“ wurden allesamt für konkrete, im Vorfeld definierte Orte im Stadtgebiet konzipiert. Sie werden an Standorten ausgestellt, die in den Gründerzeitquartieren der Innenstadt liegen, die Besucher aber auch bis an die Ränder von Südstadt und Altstadt führen, zu Plätzen, die belebte Alltagsorte oder ruhige und wenig frequentierte Räume sind. Bewusst wurde die an Attraktionen reiche Altstadt bei der Standortwahl weitgehend ausgespart, mit Ausnahme eines Standortes an der Altstadtbrücke.
Alle Standorte sind bequem zu Fuß zu erreichen und jederzeit öffentlich zugänglich. Das Projekt zielt geradezu auf ungezwungene, alltägliche und häufige Begegnung mit zeitgenössischer Kunst ab. Natürlich soll die einmalige Ausstellung auch Touristen nach Görlitz locken. Über eine kostenlos erhältliche Broschüre erhalten die Besucher Informationen zu den ausstellenden Künstlern und ihren Werken sowie Vorschläge für Spaziergänge, die in verschiedenen Richtungen bzw. in einem großen Rundgang zu den ausgestellten Werken führen. Mit der Europastadt Görlitz-Zgorzelec GmbH werden derzeit Angebote zur touristischen Erschließung der Ausstellung, wie beispielsweise Stadtführungen per Rad, erarbeitet.
So wie Matthias Lehmann in Görlitz und Meißen, arbeiten auch die Künstler in Wrocław in ihren Ateliers. Die Fortschritte werden laufend im Facebook-Profil der „Görlitzer ART“ dokumentiert. Über den aktuellen Stand des Projektes sowie die weiteren Planungen informiert auch ausführlich Bürgermeister Dr. Michael Wieler in einer öffentlichen Veranstaltung am 24. November um 18 Uhr im KommWohnen-Sitz in der Konsulstraße. Wieler ist für die Gesamtleitung des städtischen Projektes zuständig.

Eckdaten des Projektes:
„Görlitzer ART“ ist ein Projekt der Stadt Görlitz in Zusammenarbeit mit der Stadt Wrocław im Rahmen der Veranstaltung Kulturhauptstadt Europas Wrocław 2016, kuratiert durch ist die Eugeniusz-Geppert-Akademie der Schönen Künste Wrocław und koordiniert durch die Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH.
Gefördert wird das Projekt durch die beiden Städte, die Stiftung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, die Stadtwerke Görlitz AG, die KommWohnen GmbH, den Freistaat Sachsen sowie aus den Mitteln der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien.

Dauer der Ausstellung: 1.04.2016 bis 9.04.2017

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