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Ergebnisse zum innerstädtischen Parken liegen vor

Ergebnisse zum innerstädtischen Parken liegen vor

vom 22.12.2015

In belebten Innenstädten sind die Flächen für das Parken oft knapp bemessen. Bewohner, Gäste, Arbeitspendler, Gewerbetreibende u. a. konkurrieren um die Stellplätze. Vor diesem Hintergrund hat das Amt für Stadtentwicklung eine innerstädtische Untersuchung in Auftrag gegeben, bei der neben Fußgänger-, Rad- und fließendem Verkehr insbesondere die Parksituation betrachtet wurde.

Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro IVAS aus Dresden gab es in den zurückliegenden Monaten umfangreiche Vor-Ort-Termine und Zählungen, um  u. a. die Auslastung der Stellplätze zu ermitteln. Ferner wurden automatische Datenerfassungssysteme an Parkplätzen und -häusern ausgewertet sowie Betreiber solcher Anlagen befragt. Die Verkehrsuntersuchung soll einerseits einen aktuellen Überblick zum Parken im Görlitzer Zentrum liefern. Andererseits wird angestrebt, anhand der sich abzeichnenden Nachfrage konkrete Maßnahmen abzuleiten.

Die inzwischen abgeschlossene Analyse ermöglicht eine detaillierte Einschätzung der aktuellen Situation. Kapazitätsengpässe haben sich prinzipiell bestätigt. Allerdings stellt sich die Lage durchaus differenzierter dar, als dies zu vermuten war und allgemein angenommen wird. Es hat sich erwiesen, dass es sowohl Quartiere mit deutlichem Stellflächendefizit als auch Bereiche mit einem ausgewogenen Angebot an Parkplätzen gibt.  

Im Untersuchungsgebiet (Dr.-Kahlbaum-Allee – Bahnhofstraße – Cottbuser Straße – Christoph-Lüders-Straße – Pontestraße – Steinweg – Große Wallstraße und Neiße) wurde festgestellt, dass das Maximum in der Auslastung bei fast 80 Prozent liegt. Im öffentlichen Straßenraum gibt es kaum noch Reserven, wobei Stellplätze vor allem in der Historischen Altstadt gefragt sind. Dort waren Spitzen in der Auslastung von mehr als 90 Prozent nachzuweisen, etwa samstags und am späten Vormittag.

Es ist zu erwarten, dass die Nachfrage nach Parkplätzen in den kommenden Jahren eher steigen wird. Grund dafür sind der sich abzeichnende Bevölkerungszuwachs im Kernstadtbereich, die weitere Stärkung der Innenstadt als Einzelhandels- und Dienstleistungsstandort sowie die geplante Erweiterung von Behörden und Institutionen wie Landratsamt Görlitz und Senckenberg-Museum.

Im nächsten Schritt will die Stadt Görlitz gemeinsam mit IVAS mögliche neue sowie bis heute nicht verwirklichte Standorte zum Parken untersuchen und auf ihre Realisierung prüfen. Der Fokus wird dabei vor allem im Gebiet rund um die Historische Altstadt liegen. Darüber hinaus soll das Gründerzeitviertel entlang der Berliner Straße im Detail betrachtet werden. Das Konzept wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2016 vorliegen.

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