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Neue touristische Werbetafel an der Autobahn

Neue touristische Werbetafel an der Autobahn

vom 29.01.2013

Das Schlesische Museum zu Görlitz erhält die Zulassung zur Aufstellung einer touristischen Unterrichtungstafel an der Bundesautobahn A4

Auf Initiative der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH bewarb sich das Schlesische Museum zu Görlitz im Januar 2012 um die Aufstellung einer eigenen Thementafel. Nun wurde die Genehmigung über die weitere Aufstellung einer Unterrichtungstafel an der Bundesautobahn A4 zu Gunsten des Schlesischen Museums zu Görlitz erteilt

Im Ergebnis der im Mai 2011 gelockerten Richtlinien über die Anzahl und Platzierung von so genannten touristischen Hinweisschildern an sächsischen Autobahnen wurde nun - bei vorausgesetzter Einhaltung bestimmter inhaltlicher und technischer Parameter – eine Genehmigung über die weitere Aufstellung einer Unterrichtungstafel an der Bundesautobahn A4 zu Gunsten des Schlesischen Museums zu Görlitz erteilt.

Auf Initiative der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH bewarb sich das Schlesische Museum zu Görlitz im Januar 2012 um die Aufstellung einer eigenen Thementafel. Nach Lockerung der gesetzlichen Bestimmungen gingen seit 2011 ca. 40 Anträge für den Abschnitt der A4 zwischen Dresden und Görlitz beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr Dresden ein. Um nicht inflationär viele Tafeln zu platzieren, entschieden bzw. entscheiden verschiedene Gremien u. a. darüber, welche Baudenkmale, Institutionen und Gegebenheiten für Touristen aus Deutschland und dem Ausland aufgrund ihrer jeweiligen Besonderheit oder Einzigartigkeit eine Würdigung durch ein Hinweisschild erfahren sollen. Parameter, wie die öffentliche Zugänglichkeit, die ganzjährige Verfügbarkeit des entsprechenden Angebotes etc., werden zudem im Rahmen des Entscheidungsprozesses berücksichtigt.

„Für uns schließt sich mit der nun erteilten Genehmigung ein Kreis, denn bereits im Jahr 2008 sind wir mit mehreren Görlitzer Vorschlägen zur weiteren Aufstellung von touristischen Hinweisschildern an der A4 auf die Behörden in Dresden zugegangen. Seitdem die Lockerung der gesetzlichen Vorgaben bekannt wurde, haben wir den Antrag des Schlesischen Museums initiiert und mit unseren Möglichkeiten unterstützt. Die erteilte Genehmigung zeigt einmal mehr die Wichtigkeit dieses herausragenden Museums zur Pflege des schlesischen Erbes sowie auch das große touristische Potential, welches hiermit insbesondere noch in der Zukunft für Görlitz erschlossen werden kann.", so Lutz Thielemann, Geschäftsführer der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH. Mit seinem Sitz im Schönhof, dem inmitten der Altstadt gelegenen und zu den ältesten in Deutschland zählenden Renaissance-Gebäude, prägt das Museum das historische Selbstverständnis der Stadt und spielt eine wichtige Rolle bei der grenzübergreifenden kulturellen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen. „Wir holen die Gäste unseres Museums perspektivisch schon von der Autobahn ab und führen sie zu einem zentralen Punkt der Stadt, an dem sich mehrere historische Entwicklungslinien verknüpfen,", freut sich der Direktor des Schlesischen Museums zu Görlitz, Dr. Markus Bauer, über die lang ersehnte Nachricht. „Die Besucher können in unserem Haus ihre Reise fortsetzen - eine Reise in die Geschichte von Görlitz und Schlesien!"

Die neue touristische Unterrichtungs-tafel wird an der Autobahn A4 in Fahrtrichtung Görlitz vor der Anschlussstelle 93 Kodersdorf installiert. „Der nächste Schritt ist die Gestaltung des Schildes. Als Bildmotiv ist eine grafische Wiedergabe des Schönhofs denkbar.", so Dr. Markus Bauer. Motive müssen den „Richtlinien für die touristische Beschilderung" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung entsprechen. Die Kosten für die Erstellung, Beschaffung und Aufstellung der Tafel müssen vom Antragsteller getragen werden und belaufen sich auf ca. 6.000 €.

Die Außenwirkung des Schlesischen Museums und der Stadt Görlitz wird sich mit der Aufstellung der Tafel zweifelsohne weiter erhöhen. „Dass unsere Bemühungen nun Früchte trugen und das Schlesische Museum zu Görlitz als ein Aushängeschild für die Stadt stehen wird, freut uns besonders.", so Lutz Thielemann, Geschäftsführer der Europastadt GmbH.

Hintergrund:

Ein touristisches Hinweisschild (auch Unterrichtungstafel) ist ein Verkehrszeichen, das Verkehrs-teilnehmer auf touristische Ziele, wie etwa Baudenkmäler, besondere Landschaften und Kulturstätten, hinweisen soll. International werden hierfür weitgehend braune Schilder mit weißer Schrift und weißen Piktogrammen verwendet.

Mitte der 1970er Jahre wurde das touristische Hinweisschild in Frankreich eingeführt. Seit diesem Zeitpunkt hat sich die Idee, Touristen mittels einer einheitlichen Beschilderung auf sehenswerte Orte hinzuweisen, auf der ganzen Welt verbreitet. In Deutschland wurde das touristische Hinweisschild 1984 erstmals verwendet. In zahlreichen Ländern wurden Richtlinien zur Gestaltung und Montage von touristischen Hinweisschildern festgelegt, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu erhalten. Neben der Farbgebung in Braun und Weiß werden auf den Schildern serifenlose Schriften verwendet, die leicht zu erkennen sind. Um die Lesbarkeit für Touristen zu verbessern, ist eine zweisprachige Beschriftung möglich. Die verwendeten Piktogramme sollten einfach und dennoch aussagekräftig gehalten und nicht bunt dargestellt werden.

Das Schlesische Museum zu Görlitz wurde am 13. Mai 2006 in einem architektonisch neu komponierten Komplex eröffnet, der drei historische Gebäude zusammenfasst: den Schönhof, das Mittelhaus, das Gebäude am Fischmarkt, die beide aus dem Jahr 1832 stammen. Das Hallenhaus am Untermarkt 4 dient als Verwaltungsgebäude. Der gesamte Museumskomplex ist behindertengerecht. Die ständige Ausstellung zeigt auf 2000 m² Fläche die Geschichte und Kultur Schlesiens vom Mittelalter bis an die Schwelle zur Gegenwart – sowohl in ihren deutschen Traditionen als auch in ihren europäischen Verflechtungen. Die wechselhaften Schicksale des Landes sind zu verfolgen, das im Laufe seiner Geschichte polnisches Herzogtum, Nebenland der böhmischen Krone, preußische Provinz und Teil des Deutschen Reiches war und jetzt mit dem überwiegenden Teil seines Territoriums zu Polen gehört. Das Museum zeigt Kunsthandwerk und Kunstgewerbe des 17.-19. Jahrhunderts, Objekte der Alltagskultur und Politik, des Handwerks und der Industrie, des Großstadtlebens und der Kunst aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Ein besonderer Ausstellungsbereich ist Werken der klassischen modernen Kunst aus dem Umkreis der Breslauer Akademie gewidmet.

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