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Neue Ausgabe des Görlitzer Magazins erschienen

Neue Ausgabe des Görlitzer Magazins erschienen

vom 12.05.2016

Das Heft Nr. 28/2015 des Görlitzer Magazins liegt druckfrisch vor und kann ab sofort in den Museumsläden in Kaisertrutz und Barockhaus Neißstraße 30 zum Preis von 9,90 € erworben werden. Die neue Ausgabe enthält elf Beiträge zur Geschichte der Stadt Görlitz und ihrer Umgebung, Neuerwerbungen und Museumspädagogik. Autoren sind Jasper v. Richthofen, Ariane Bartkowski, Martin Brützke, Roland Hentzschel, Siegfried Hoche, Steffen Menzel, Lutz Pannier, Birgit Ott, Daniela Schüler und Kai Wenzel.

Das Phänomen der Fragmentierung von Münzen und Schmuck, so genanntem Hacksilber, beschäftigte Jasper v. Richthofen erneut. Während Prägeorte der gehorteten Münzen vielfach bekannt sind, ist die Provenienzfrage der mit den Münzen vergesellschafteten Schmuckstücke nicht zufriedenstellend beantwortet. Eine entsprechende Forschung könnte zur Aufklärung beitragen.

In ihrem Beitrag „Das Gold ist der Nerv des Lebens“ hat Ariane Bartkowski das Verhältnis zwischen Kurfürst August I. (1526 – 1586) und der Stadt Görlitz unter die Lupe genommen. August I. war der erste sächsische Kurfürst, der sich mit der Alchemie auseinandergesetzt hat. Er stand mit dem Görlitzer Kreis des „Collegium medicorum sectae Paracelsi“ in Verbindung und hat nachweislich Waren von Görlitzer Handwerkern bezogen.

Martin Brützke hat sich im Rahmen seiner Nachforschungen zu den Sechsstädten des Markgraftums Oberlausitz in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges mit der Wiesner’schen Chronik vom Jahr 1618 bis zum Schluss der Chronik 1626 auseinandergesetzt. In seinem Beitrag betrachtet er die „Merkwürdigkeiten in Christoph Wiesners Laubaner Chronik“, wie Himmels- und Wettererscheinungen, Straftaten, Konflikte der Bürgerschaft, Preispolitik und vieles mehr.

Mit dem Clavichord des Christian Gottfried Friederici (1714–1777) besitzt das Kulturhistorische Museum ein für die Musikgeschichte bedeutsames Tasteninstrument aus der Zeit des ausgehenden Barock. Kai Wenzel hat die Geschichte des Instruments aufgearbeitet, Roland Hentzschel beschreibt die Restaurierung.

Siegfried Hoche skizziert Blüte und Wandel der Stadtgeschichte im 16. Jahrhundert. Anhand chronikalischer Quellen und anderer archivischer Dokumente hat er die Zeitverhältnisse um 1565, das Jahr der Gründung des Gymnasium Augustum, näher beleuchtet.

Die Produktion von Papier hatte in der Oberlausitz eine sehr lange Tradition. Doch für die Mehrzahl der Oberlausitzer Papiermühlen liegen bisher keine Einzelstudien vor. Für die  beiden Papiermühlen in Görlitz und in Moys/Ujazd hat Steffen Menzel mit seinem Aufsatz eine Lücke geschlossen, in der Literatur genannte Fakten überprüft und erforderlichenfalls korrigiert.

Den 475. Geburtstag von Bartholomäus Scultetus und das 450. Gründungsjubiläum des Gymnasium Augustum nahm Lutz Pannier zum Anlass, sich der Görlitzer Gelehrtengesellschaft des späten 16. Jahrhunderts zuzuwenden und das kalenderastronomische Wirken des Renaissancegelehrten Scultetus zu würdigen.

Im Rahmen eines Projektes zur Görlitzer Frauenforschung hat Birgit Ott über längere Zeit zu Marie-Elise Kayser (1885–1950), einer in Görlitz geborenen Ärztin und herausragenden Persönlichkeit der deutschen Kinderheilkunde, recherchiert. Einen Teil ihrer Erkenntnisse über die Gründerin der ersten Frauenmilchsammelstelle in Deutschland und ihre Arbeit hat sie in dem Beitrag verarbeitet.

Kai Wenzels Augenmerk galt der Zeichnung „Landschaft mit Wassermühle bei Kreba“, die sich seit mehr als siebzig Jahren im Bestand des Graphischen Kabinetts befindet und bislang dem aus der Oberlausitz stammenden Künstler Heinrich Theodor Wehle zugeschrieben wurde. Im Ergebnis seiner Studien kommt er zu dem Schluss, dass die Zeichnung „Abschied des Müllers“ heißt und von Johann Christian Reinhart stammt.

Ines Haaser und Kai Wenzel stellen die Neuerwerbungen des Kulturhistorischen Museums 2015 vor.

Im Kontext der Kabinettausstellung „Kunstgefühl 1800. Die Görlitzer Zeichenschule“ hat das Kulturhistorische Museum den Versuch gestartet, Zeichenkurse im Museum anzubieten. Mit gutem Erfolg, wie Museumspädagogin Daniela Schüler resümiert. 2016 wird es eine Fortsetzung geben.

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