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Ja zur „Lebendigen Mitte“

Ja zur „Lebendigen Mitte“

vom 24.06.2016

Der Görlitzer Stadtrat hat am Donnerstag das vorgestellte Städtebauliche Entwicklungskonzept Seko „Lebendige Mitte“ beschlossen. Dieser Rahmenplan ermöglicht es, Erkenntnisse der Stadtsanierung aus 25 Jahren zu erfassen, zu vergleichen und die Analysen auf neue Fälle zu übertragen. Die Planung beinhaltet zudem die Ziele der Stadt, um eine weitere positive Entwicklung im Spannungsfeld von Jobchancen, Wohnsituation, Denkmalschutz, Tourismus und Lebensqualität voranzubringen. Dazu dient vereinfacht eine sogenannte Stadtumbau-Matrix.

Sie fasst die Erkenntnisse und das Fachwissen vergangener Entscheidungen zusammen – und gibt Trends für Entscheidungen vor, was Bürgern, Eigentümern, Investoren und Institutionen hilft. In einem Modellvorhaben wird die Matrix jetzt vorerst bis 2019 getestet. Oberbürgermeister Siegfried Deinege betonte bei der Vorstellung im Stadtrat, dass er persönlich Gespräche mit der Leiterin des Landesamtes für Denkmalpflege in Sachsen, Prof. Dr. Rosemarie Pohlack, geführt habe. Auch sie  erachte das Seko-Matrix-Projekt als richtig und hilfreich bei der Analyse des Istzustands und der Abwägung künftiger Investitionen, sowie die Entwicklung in den jeweiligen Stadtgebieten unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. In der Ratsdiskussion wurde am Donnerstag deutlich, dass das Entwicklungskonzept als Analysetool gute Arbeit leisten könne. Auch für Interessenten aus der Ferne bietet das Seko-Konzept die Option, sich über Ziele, Richtlinien, Gesetzlichkeiten, Verordnungen, Chancen und Trends in der Stadt zu informieren – und beispielsweise als Investor seine Abwägungen auf eine bessere Wissensbasis zu stellen. Der Görlitzer Baubürgermeister Dr. Michael Wieler stellte klar heraus, dass das Konzept eine hervorragende und weittragende Fleißarbeit der beteiligten Fachämter sei. Zudem verwahrte er sich gegen vereinzelte Vorwürfe aus Bürgerkreisen, der Denkmalschutz werde damit unterminiert. „Das ist gerade nicht so – ohne den Denkmalschutz funktioniert das ganze Konzept der Matrix nicht“, so Dr. Michael Wieler. Mit dem Konzept habe die Stadt nun die Chance, auf jeden Einzelfall die vorangegangenen Entscheidungen anzuwenden. Das ermögliche mehr Sicherheit bei der Entscheidung.  

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