zurück zur Übersicht

Projektstart: Brückenpark / Park Mostow Görlitz-Zgorzelec

Projektstart: Brückenpark / Park Mostow Görlitz-Zgorzelec

vom 06.01.2017

Brückenpark: Der symbolische Scheck für das Brückenparkprojekt aus INTERREG-Mittel ist am Donnerstag im Rathaus zu Zgorzelec vom dortigen Bürgermeister Rafał Gronicz, dem Görlitzer Bürgermeister Dr. Michael Wieler und dem Leiter des Gemeinsamen Sekretariats des Kooperationsprogramms INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020 in Wrocław, Pawel Kurant, präsentiert worden.

Am Donnerstag übergaben der Zgorzelecer Bürgermeister Rafał Gronicz und der Leiter des Gemeinsamen Sekretariats des Kooperationsprogrammes INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020 in Wrocław, Pawel Kurant, an den Görlitzer Bürgermeister Dr. Michael Wieler den unterzeichneten Zuwendungsvertrag für das deutsch-polnische Projekt „Brückenpark / Park Mostow“. Das Vorhaben umfasst die Revitalisierung und Neugestaltung von Parkanlagen und Freiflächen beiderseits der Neiße.

Rafał Gronicz sagte dazu: „Unsere Ämter bereiten jetzt die Vergabeunterlagen vor, damit es im Frühjahr mit den Bauarbeiten losgeht.“ Auf polnischer Seite sei man über die Förderzusage sehr erfreut und arbeite als Lead-Partner mit Hochdruck an der Umsetzung des zukunftsweisenden Projekts. Rafał Gronicz betonte, dass mit der Umsetzung der Bauvorhaben die Bürger beider Städte an der Neiße neue Möglichkeiten der gemeinsamen und partnerschaftlichen Begegnung hätten. Der Görlitzer Baubürgermeister Dr. Michael Wieler ergänzte, dass es seitens der Görlitzer großes Interesse an dem gemeinsamen Projekt gebe. „Die zwei Seiten der Europastadt rücken dadurch weiter zusammen“, so Dr. Michael Wieler.

Der „Brückenpark“ ist die Idee des gemeinsamen Stadtlebens von Bewohnern aus Görlitz und Zgorzelec in einem grenzübergreifenden Park. Dabei bilden historisch gestaltete und neu entwickelte Parks und Freiflächen eine Grünverbindung über die Neiße hinweg. Ein Netz kurzer Wege und Brücken soll die Nutzung verschiedener städtischer Angebote für alle erschließen und Begegnungen erleichtern. Das Projekt greift die stadtplanerische Leitidee einer bereits um 1910 geformten Erholungslandschaft auf.

Der Neubau der Altstadtbrücke war 2004 ein starkes Zeichen und eine praktische Erleichterung für den grenzübergreifenden Austausch innerhalb der Europastadt. Weitere Schubkraft für mehr Miteinander lieferte die gemeinsame Bewerbung zur „Kulturhauptstadt Europas 2010“. In dieser Zeit entstand der Name „Brückenpark“.

Erste Aufwertungen der Uferzone realisierte jede der Teilstädte zunächst selbständig. Zgorzelec trieb die Gestaltung des östlichen Ufers voran, die Erneuerung des Popiełuszko Platzes und weiterer Freiflächen am Dom Kultury. Görlitz gestaltete und reparierte das Altstadtufer und formte mit dem Uferpark ein Bindeglied zum Stadtpark. Dort wurden weitere Sanierungen umgesetzt. 2014 beschlossen die beiden Stadträte einen gemeinsamen Förderantrag zur Gestaltung des Neißeufers zu stellen. Aus diesem resultiert die inzwischen bewilligte EU-Förderung zum Brückenpark für die ersten Module des Gesamtprojektes.

Die Sanierung und Neugestaltung wird durch das INTERREG-Programm gefördert. Auf polnischer Seite wird  der Park A. Błachaniec revitalisiert, während auf deutscher Seite die Rosenterrasse im Stadtpark, der Park des Friedens und das Stadthallenufer erneuert werden. Bauliche Instandsetzungen, neues Design und Ausstattungen für Erholungsräume, Wege oder Spielflächen sind die Grundlage dafür, dass die Begegnung der Menschen intensiviert wird. Dabei helfen eine Ausstellung zur Geschichte der Region, Lehrtafeln, ein interaktives Leitsystem, ein Imagefilm sowie thematische Veranstaltungen im Brückenpark.

Begleitet wird das Projekt durch eine gemeinsame Arbeitsgruppe beider Stadtverwaltungen, die sich regelmäßig seit 2015 trifft. Flankiert wird der Brückenpark zudem durch ein deutsch-polnisches EU-Förderprojekt im Straßenbau, welches auf deutscher Seite Teile der Dr.-Kahlbaum-Allee umfasst. Dabei werden der ursprüngliche Allee-Charakter gestärkt, aber auch die Bedingungen für Autos, Radfahrer und die Querung von Fußgängern verbessert.

Nota prawna Datenschutz Button - Nach oben scrollen Button - Nach oben scrollen