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Ein Kürbis im Baum - Der Gewinner des Spielplatzwettbewerbes für einen neuen Spielpunkt in Ludwigsdorf steht fest

Ein Kürbis im Baum - Der Gewinner des Spielplatzwettbewerbes für einen neuen Spielpunkt in Ludwigsdorf steht fest

vom 31.01.2017

Schon bald können die Ludwigsdorfer Kinder ein einzigartiges Spielangebot und vorbeikommende Radfahrer eine neue Verweilmöglichkeit im Görlitzer Ortsteil Ludwigsdorf nutzen.

In unmittelbar Nähe zum Sportplatz und am Neißeradweg gelegen, wird der Görlitzer Spielplatzbauer und Holzkünstler Björn Enders im kommenden Frühjahr beginnen, seine individuell gefertigten Geräte zum Thema „Kürbis“ aufzustellen. Im Vorfeld hatten die Kinder der Ludwigsdorfer Kindertagesstätte „Storchennest“ an der Aufgabenstellung zum Bau dieser kleinen Spielsituation mitgearbeitet. Ihre Wünsche zum Bau eines Baumhauses mit Rutsche, einer großen Schaukel und eines kleinen Sandkastens für die Jüngsten konnten Ortschaftsräte und Planer gut nachvollziehen. Hieraus entwickelte das Sachgebiet Stadtgrün eine Aufgabenstellung mit dem für den Ortsteil so typischen Kürbisthema, erhielt im vergangenen Herbst die beantragten Fördermittel und konnte das kleine Bauvorhaben an kreative Spielplatzbauer nun ausschreiben. Eine Jury, bestehend aus Ludwigsdorfer Eltern, dem Ortschaftsrat und Fachleuten der Stadtverwaltung, würdigte schließlich Mitte Januar die Arbeit von Björn Enders mit dem ersten Platz und empfahl dessen Umsetzung in den nächsten Wochen.

Als Hauptattraktion auf dem Spielplatz möchte Björn Enders ein Kistenkürbishaus aufbauen, welches als Baumhaus an die vorhandene Weymouthskiefer gestellt, vielfältige und spannende Kletter- und Erlebnisräume schafft. Der in bekletterbaren Holzkisten gelagerte Riesenkürbis thront als höchster Punkt des Spielplatzes inmitten der Krone des Nadelbaumes und bietet mit Sehschlitzen und einem Fernrohr ausgestattet, schöne Weitblicke in die Umgebung. Allein drei Zugänge mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad können von den Kindern genutzt werden, um diesen Punkt in etwa 3 Meter Höhe zu erreichen. Unterwegs gelangen die Kinder zur Rutsche, die eine rasante Abfahrt ermöglicht. Eine kleine, seitlich angeordnete Kiste bietet Kriech- und Versteckmöglichkeiten für kleinere Kinder, so auch der benachbarte Sandkasten.

Den Sandkasten gestaltet der Spielplatzbauer als bespielbares Boot. Dessen Form vermittelt den Eindruck, als ob hier ein riesiges Kürbisstück Verwendung fand. Das Boot bietet Platz für klassisches Sandspiel und lässt gleichzeitig die Kinder spielerisch in die Rolle eines kleinen Kapitäns auf großer Fahrt schlüpfen. Kleine Plattformen inmitten des Bootskörpers dienen als Sitzgelegenheit oder Spiel- und Backtisch. Nischen im Inneren können neben den großen Eingängen auch über Öffnungen und Trittstufen an Bug und Heck erreicht werden. Ein Bootsmast mit Segel und Steuerrad dient als Kommandozentrale. Die mit Spielsand befüllte Kiste lässt sich durch mehrere Planen zum Schutz gegen Verschmutzungen oder zu heißen Sonnenstrahlen verschließen.

Dem Wunsch der Kinder nach einem gemeinsamen Schaukelvergnügen wird durch den Aufbau der beliebten Nestschaukel entsprochen. Zwei in Kistenform gestaltete Sitzbänke können von Spaziergängern oder Radtouristen zum Lümmeln, Liegen oder zum Picknick genutzt werden.

Sobald es die Bodenverhältnisse und das Wetter erlauben, werden die Spielflächen durch einen Fachbetrieb des Garten- und Landschaftsbaus vorbereitet und nach dem Aufbau der Geräte mit Sand und Fallschutzmaterial versehen. Mit der Herstellung von Rasenflächen sowie dem Pflanzen einzelner Sträucher soll der kleine Spielplatz im April 2017 den Kindern übergeben werden.  

Planung und Bauleitung:

Stadtverwaltung Görlitz Bau- und Liegenschaftsamt

Ausführung:

Los 1: Spielplatzbau; Holzwerk – Björn Enders. Görlitz; Kosten: 37.000 €

Los 2: Garten- und Landschaftsbau; Bohr, Garten- und Landschaftsbau – Weißenberg (Sachsen); Kosten: 8.500 €

Das Vorhaben wird durch das Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen 2014-2020 gefördert.

Hinweis: Entwurfsskizzen mit freundlicher Genehmigung durch Björn Enders

 

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