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Bürgerversammlung Rauschwalde am 31.01.2017 im Pflegestift

Bürgerversammlung Rauschwalde am 31.01.2017 im Pflegestift

vom 01.02.2017

Foto: Stadt Görlitz

Bürgerrat Rauschwalde mobilisiert 50 Bürgerinnen und Bürger

Über 50 Bürgerinnen und Bürger sind der Einladung des Bürgerrates Rauschwalde zur zweiten Bürgerversammlung in den Pflegestift Rauschwalde gefolgt. Die vier Bürgerräte waren von der großen Resonanz sichtlich überrascht und begeistert.

Barbara Thierbach informierte darüber, was der Bürgerrat im Jahr 2016 alles geleistet hat. Vieles haben die Bürgerräte in die Wege geleitet, um in Rauschwalde bekannter zu werden. Stadtteilspaziergänge und Putzaktionen gehörten ebenso dazu, wie die Teilnahme an jedem Fest im Beteiligungsraum. Dazu hat der Bürgerrat unter anderem ein Quiz mit kleinen Preisen erstellt.

Das Credo des Bürgerrates fasste Frau Thierbach zusammen: „Es ist wichtig, dass nicht nur die Bürgerräte auf die Menschen zugehen, sondern sich die Menschen auch an den Bürgerrat wenden.“ Oberbürgermeister Siegfried Deinege warb angesichts der vielen Interessierten bei der Versammlung dafür, das Instrument Bürgerrat aktiv durch die Einwohner zu nutzen.

Bürgerrätin Christiane Schulz informierte, für welche Projekte im Jahr 2016 das Budget von über 6.000 Euro verwendet wurde. Dazu zählen die Beteiligung an Festen oder auch die Finanzierung eines Kriechtunnels für den Spielplatz der Kita Himmelszelt. Daran will der Bürgerrat 2017 anknüpfen. So soll ein Fotowettbewerb für Rauschwalde gestartet, dass Birkenwäldchen wieder sauber werden und weitere aktive Vereine Unterstützung finden.

Die Bürgerschaft interessierte sich in der offenen Diskussion am Dienstagabend dafür, wie es in Sachen Stadtumbau Rauschwalde weitergeht und wie die Bürger in den Prozess einbezogen werden. Oberbürgermeister Siegfried Deinege und der Geschäftsführer der KommWohnen Service GmbH, Arne Myckert, erklärten, dass das  ein Prozess sei, in dem noch viele Gespräche zu führen sind. Der hohe Leerstand und der hohe Altersdurchschnitt im Beteiligungsraum aber zeigen, dass Um- und Rückbau nötig seien. „Damit dies von den Bürgern mit getragen wird“, so der Oberbürgermeister, „muss die Strategie gut und transparent kommuniziert werden.“ Er warb dabei einerseits für den fairen und sachlichen Diskurs und andererseits für klare Entscheidungen.

Ein weiteres großes Thema des Abends waren die schlechten Zustände von Gehwegen und Straßen. Der Nelkenweg sei dringend zu sanieren, betonten mehrere Bürger. Amtsleiter Torsten Tschage erklärte, dass man bei solchen Projekten die Bürger so wenig wie möglich finanziell belasten wolle – und sich deshalb intensiv mit der Stadtwerke Görlitz AG abstimme. Aber der Nelkenweg sei für die nächsten zwei Jahre nicht in der Planung von Stadt und SWG enthalten. Die Befahrbarkeit und Erreichbarkeit der Straße ist allerdings – auch das machte Herr Tschage klar – durch den Straßenunterhalt abzusichern. 

Bürgerin Cornelia Schulze hat am Abend eine Unterschriftenliste an Oberbürgermeister Siegfried Deinege übergeben. Ziel ist es, die Gehwege der Rosa-Luxemburg-Straße sanieren zu lassen, weil diese viele ältere Menschen nutzen würden. Eine Bürgerin sprach ihren Dank für die Mühen des Bürgerrates aus und freute sich über die Sanierung des Friedhofsweges.

Ein anderes Thema des Abends war die Abschaffung der Vier-Fahrten-Karte bei der VGG. Oberbürgermeister Deinege wird sich diesem Thema annehmen und mit der Verkehrsgesellschaft Görlitz (VGG) nach Alternativlösungen suchen. 

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