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Görlitzer Fotoausstellung in der Partnerstadt Wiesbaden eröffnet

Görlitzer Fotoausstellung in der Partnerstadt Wiesbaden eröffnet

vom 09.06.2017

In dem frisch sanierten Gewölbe des Stadtmuseums am Markt in Wiesbaden werden noch bis Ende September die großformatigen Fotografien von Professor Jörg Schöner aus der Reihe „Görlitz - Auferstehung eines Denkmals“ gezeigt.

Die Ausstellung „Görlitz - Auferstehung eines Denkmals“ wurde am 7. Juni im frisch sanierten Stadtmuseum am Markt in Wiesbaden eröffnet. Die großformatigen Fotos von Professor Jörg Schöner zeigen markante Görlitzer Gebäude im Wandel der Zeit.

Der Dresdner Fotograf hatte vor der Wende begonnen, Görlitzer Häuser systematisch zu fotografieren. Viele davon drohten zu verfallen. Seit den 90’er Jahren hat ein beispielsloser Wiederaufbau begonnen – der ebenfalls durch Professor Jörg Schöner dokumentiert wurde. Dadurch entstand eine unvergleichliche Schau von Vorher-Nachher-Fotografien. Eine Görlitzer Delegation um Oberbürgermeister Siegfried Deinege, Eva Wittig von der Europastadt Görlitz/Zgorzelec GmbH (EGZ) und Benedikt Hummel von der Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH war zur Vernissage der Ausstellung nach Wiesbaden gereist. Rund 100 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur – darunter auch Dr. Bernd Blisch (kommissarischer Leiter des Stadtmuseums am Markt) sowie Dr. Holger Rescher von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz – erlebten in den Gewölben des Stadtmuseums eine neue und zugleich vertraute Präsentation der Fotografien.

Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich sagte bei der Eröffnung der Ausstellung: „Ich war schon vor zwei Jahren in Görlitz von den Fotos tief bewegt – und sie haben mich seitdem nicht mehr losgelassen.“ Er freue sich sehr darüber, dass die Ausstellung nun endlich in Wiesbaden zu sehen sei. Das unterstreiche die gute und intensive Städtepartnerschaft mit Görlitz. Die Städtepartnerschaft wurde am 1. Juli 1990 vertraglich besiegelt. Im kommenden Jahr wolle der Wiesbadener Oberbürgermeister dann zum Altstadtfest nach Görlitz reisen.  

Dem Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege war es ein Anliegen, diese besondere Ausstellung in Wiesbaden präsentieren zu können, nachdem die Fotos in der Görlitzer Kema, im Bundesrat und im Dresdner Flughafen zu sehen waren. OB Deinege betonte, dass die Auferstehung des Denkmals Görlitz nicht zuletzt auch der Partnerstadt Wiesbaden zu verdanken sei. „So, wie sich unsere Görlitzer Altstadt in den vergangenen 27 Jahren gewandelt hat, ist in diesen Jahren unsere Partnerschaft gewachsen“, sagte OB Deinege. Die Unterstützung der Partnerstadt Wiesbaden in der Wendezeit sei ein entscheidender Faktor für die positive Entwicklung der Stadt gewesen – und werde intensiv fortgeführt.

Professor Schöner betonte bei der Ausstellungseröffnung in Wiesbaden: „Ich bin sehr froh über diese Ausstellung. Diese Arbeit habe ich ja nicht für mich gemacht, sondern für Görlitz.“ Aus einem Auftragswerk sei so eine Herzensangelegenheit geworden. Bis Ende September wird sie noch im Wiesbadener Stadtmuseum am Markt zu sehen sein. Im kommenden Jahr ist soll sie dann in den Sächsischen Landtag weiter ziehen. Die Ausstellung ist Teil der Kampagne „So geht sächsisch“.

Seit 1992 wurden rund 185 Millionen Euro in die Sanierung und Entwicklung der Altstadt und Innenstadt investiert. Der Bund und der Freistaat Sachsen unterstützten die Vorhaben mit etwa 142 Millionen Euro. Etwa 43 Millionen Euro brachte die Stadt selbst für die buchstäbliche Auferstehung von Görlitz auf. Ein weiterer Glücksumstand für Görlitz war das 22 Jahre währende Märchen der Altstadtmillion-Schenkung. Dadurch kann heute Görlitz in einer Schönheit erlebt werden, die es frei nach Professor Gottfried Kiesow, kein zweites Mal in Deutschland gebe. OB Deinege ist sich sicher: Dieses Märchen von der Altstadtmillion werde noch vielfach erzählt werden. In Büchern, Filmen und Medien sei der Fall Görlitz zweifellos ein besonderer. Jetzt wird es deshalb auch eine eigene Schau und ein eigenes Buch zum Thema „Altstadtmillion“ geben. Ab 18. Juni – pünktlich zum Tag der offenen Sanierungstür – wird die Ausstellung „Das Wunder der Görlitzer Altstadtmillion“ im Görlitzer Kaisertrutz zu sehen sein.



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