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Gemeinsame Pressemitteilung von Landrat Bernd Lange und Oberbürgermeister Siegfried Deinege zur Schließung des Siemens-Standortes Görlitz

Gemeinsame Pressemitteilung von Landrat Bernd Lange und Oberbürgermeister Siegfried Deinege zur Schließung des Siemens-Standortes Görlitz

vom 16.11.2017

Landrat Bernd Lange ist erschüttert und entsetzt über die Entscheidung der Siemens-Konzernleitung, den Standort Görlitz in naher Zukunft schließen zu wollen. Denn Siemens Görlitz mit dem Industriedampfturbinenbau ist auf diesem Sektor Weltmarktführer. Zudem besticht das Görlitzer Werk im Vergleich zu anderen deutschen Standorten mit seiner Effizienz und Rentabilität.

Lange mahnt von der Siemens-Zentrale ausdrücklich die Einhaltung des Grundsatzes der Wirtschaftspolitik ein, nämlich die soziale Marktwirtschaft. „Die Region hat es einfach nicht verdient, die überwiegende Last des Siemens-Stellenabbaus zu tragen“, so der enttäuschte Landrat. Kämpferisch richtet er noch einmal Worte an die Politiker in Berlin: „Ich appelliere an Sie, durch Ihre Entscheidungen zur Energiepolitik, dass für Europa so wichtige Dreiländereck in seiner Struktur nicht zu schwächen, sondern zu stärken“. Oberbürgermeister Siegfried Deinege fügt hinzu: „Die Entscheidung ist auch eine Katastrophe für unseren Mittelstand, für die Zulieferer, für den Handel und viele weitere Bereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens für uns hier vor Ort. Unsere Stadt wird bei diesem geplanten Ausverkauf, der vor allem unsere jungen Familien betrifft, nicht kampflos zuschauen“.

Bereits am 25. Oktober hatten sich Landrat Bernd Lange und Oberbürgermeister Siegfried Deinege mit Vertretern des Siemensbetriebsrates Görlitz und dem Sächsischen Landtagsabgeordneten Octavian Ursu (CDU) getroffen, um sich zur langfristigen Sicherung des Siemens-Standortes Görlitz abzustimmen. Die Bundes- und Landesregierung muss ein eindeutiges Bekenntnis der Siemens-Konzernleitung zum Erhalt des Standortes Görlitz sowie aller deutschen Standorte einfordern. Gleiches gilt für die Transparenz im Entscheidungsprozess zur Restrukturierung der Sparte „Power & Gas“. Außerdem wird die Unterstützung bei einer fairen Lösungsfindung für die Standorte in Deutschland durch wirtschaftliche Beratung und Expertise angemahnt. Ferner sollen sich Bund und Land bei der Mitgestaltung eines tragfähigen und nachhaltigen Konzeptes zum Erhalt des Kompetenzzentrums Görlitz und einer Fixierung von Maßnahmen für eine positive Weiterentwicklung in der Zukunft einbringen.

 

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