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Sie ist da! Die 20. „Altstadt-Million“ ist eingetroffen

Sie ist da! Die 20. „Altstadt-Million“ ist eingetroffen

vom 01.04.2014

„Ich bin dankbar und glücklich, dass wir nun zum 20. Male mit dieser großzügigen Spende bedacht wurden“, sagt der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege angesichts der Nachricht über das Eintreffen der nunmehr 20. „Altstadt-Million“ auf dem Konto der Stadt.

Und weiter: „Viele Bauvorhaben und Projekte können damit realisiert werden. So kann die historische Bausubstanz mit Umsicht und Sorgfalt restauriert werden und unsere Stadt ihren Ruf als städtebauliches Juwel kontinuierlich ausbauen. Ich bin dem anonymen Spender oder der Spenderin gegenüber zutiefst dankbar für die erneute großzügige Spende für unsere Stadt. “

 

Zur Altstadtstiftung Görlitz

Am 26.10.1995 beschloss der Stadtrat der kreisfreien Stadt Görlitz die Gründung und die Satzung der „Altstadt-Stiftung Görlitz“ (Beschluss-Nr.: 355-95). Es handelt sich hierbei um eine nichtrechtsfähige gemeinnützige kommunale Stiftung des öffentlichen Rechts. Ein Rechtsanspruch auf die Zuwendung von Stiftungsmitteln besteht nicht.

Sitz und Rechtsträger der Stiftung ist die Stadt Görlitz.

 

Zweck:

Wiederaufbau der Görlitzer Altstadt einschließlich aller Maßnahmen, die der Instandsetzung und Erhaltung der Altstadt und denkmalgeschützter Gebäude in der Stadt Görlitz , sowie der Schaffung eines diesem Stiftungszweck entsprechenden Stadtbildes dienen.

 

Zahlen und Fakten

Zum 20. Mal wurde für das Jahr 2014 die legendäre „Altstadtmillion“ konkret 511.500 € vom der anonymen Spenderin / Spender gestiftet.

Durch die Verwaltungsreform des Landes Sachsen haben sich die Möglichkeiten der öffentlichen Förderung verschoben, sind aber nicht besser geworden. Insgesamt stellte sich im Bewilligungszeitraum die Inanspruchnahme anderer Möglichkeiten für die Bauherren auf Grund der reformbedingten Veränderungen deutlich schwieriger dar. Veränderte Rechtsgrundlagen und Zuständigkeiten führten in bestimmten Förderbereichen von Bund und Land zu Versagungen und damit zu Problemen bei der Finanzierungsdarstellung von Bauvorhaben im Denkmalbereich.

Die Altstadtstiftung ist für verschiedene Vorhaben teilweise die einzige Möglichkeit, eine Unterstützung zu gewährleisten. Umso bedeutsamer ist die Möglichkeit der Förderung durch die Altstadtstiftung für den Erhalt wertvoller denkmalgeschützter Bausubstanz und für die Realisierung der geplanten Maßnahmen.

Im Zeitraum 1996 bis 2013 wurden insgesamt 1426 Anträge auf Bewilligung eines Zuschusses gestellt, mit einer Antragssumme von 43.012.387,09 €. Durchschnittlich wurden jährlich zwischen 70 und 100 Anträge gestellt.

Mit Hilfe der Altstadtstiftung konnte bisher ein Gesamtbauvolumen von  ca. 101.648.300,00 € realisiert werden.

Im Jahr 2013 sind 74 Objekte durch die Altstadtstiftung bezuschusst worden. Im Einzelnen waren es fünf kirchliche Objekte, drei Objekte von Vereinen, neun kommunale Objekte und 57 Objekte privater Antragsteller.

Im gesamten Zeitraum von 1996 - 2013 wurden 333 Anträge im Bereich Kirche/Vereine/Kommunal und 1093 Anträge privater Antragsteller bezuschusst.

Die bisherige Fördersumme im Gesamtzeitraum betrug 9.732.654.85 €.

 

Einige ausgewählte Förderprojekte ab 1996 - 2013

Kirchen

  • An der Peterskirche 9 - Martin-Moller Haus
  • Biesnitzer Straße 94/95 – Bischöfliches Ordinariat (Otto-Stift)
  • Frauenkirche, Nikolaikirche, Lutherkirche Peterskirche, Sankt Jakobuskirche, Hoffnungskirche  Königshufen, Versöhnungskirche Tauchritz, Kirche Ludwigsdorf, Heilig Kreuz Kirche
  • Nikolaikirchhof - Sanierung Grabmale; Grufthäuser
  • Heiliges Grab
  • Kirchplatz 3 – Pfarrhaus Tauchritz „Haus am See“

 

Vereine

  • Biesnitzer Straße 90-93 - Diakoniewerk Haus Salem e.V. –Luisenstift
  • Rothenburger Straße 7 – Verein Spielzeugmuseum
  • Kastanienallee 16 – Miteinander Füreinander Jung und Alt GR e.V.
  • Hospitalstraße 30 – Haus und Hof e.V.
  • Dorfstraße 40 - Institut für kulturelle Zusammenarbeit - Schloss Klingewalde / Herrenhaus
  • Langenstraße 37 – CVJM Schlesische Oberlausitz e.V.
  • Verein EFW e.V. – anteilige Unterstützung bei der Rettung/Bergung/Lagerung 
  • Publikation „Görlitz-Eine historische Topographie“ (Lemper Buch) Nachauflage - Aktionskreis für Görlitz e.V.
  • Buchvorhaben „Hans Nadler“ –Verein ländliche Bauwerte in Sachsen e.V.

Kommunal

  • Brüderstraße 8 – Schönhof Schlesisches Museum
  • Neißstraße 29 – Biblisches Haus
  • Neißstraße 30 – Museum
  • Wilhelmsplatz 5 - Gymnasium Joliot-Curie
  • Klosterplatz 20 - Gymnasium Anne-Augustum,
  • Klosterplatz 20 - Notsicherung Filialtürmchen
  • Otto-Müller-Straße 3 - ehemalige Synagoge,
  • Rekonstruktion Ölberggarten, Toberentzbrunnen (Muschelminna) Postplatz, Ochsenzwinger an der Berg-/Uferstraße,
  • Restaurierung Pferdebahnwagen, Instandsetzung der Wappen Reichenbacher Turm, Altstadtbeleuchtung,
  • touristisches Leitsystem, Anstrahlung Peterskirche,
  • Rekonstruktion Rathausturm und Uhr
  • Städtischer Friedhof Restaurierung Grabmale und historische Mauerbereiche
  • Fotodokumentation Hartmetz „Görlitz-Ansichten eines Denkmals“, Fassadenwettbewerb und Fassadenbuch,
  • Buch - Friedrich Paul Gerhard Röhr „Architekt zu Görlitz“,
  • Gedenktafel am Waidhaus „Gottfried Kiesow“
  • anteilige Unterstützung der Tage des offenen Denkmals
  • anteilige Unterstützung der Jugendbauhütte

Private Kulturdenkmale

Zahlreiche Bürgerhäuser in der historischen Altstadt, der Nikolaivorstadt, der Innenstadt Nord im Sanierungsgebiet Gründerzeitviertel sowie in den Stadt- und Ortsteilen von Görlitz.

Die vorangehende Aufzählung ist ein Objektquerschnitt von 1996 bis 2013 in den betreffenden Rubriken.

Eine Benennung einzelner privater Häuser kann aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erfolgen.

Kuratorium

Das Kuratorium besteht aus 5 Mitgliedern.

Grundlage der Stiftungsarbeit ist die Satzung der Stiftung, die auch die Zusammensetzung des Kuratoriums regelt.

Der Oberbürgermeister ist Vorsitzender des Kuratoriums der Altstadtstiftung.

Weitere Mitglieder sind:

  • der anwaltliche Vertreter des Stifters (in)
  • der Bürgermeister Kultur – Soziales – Ordnung – Sicherheit - Bau
  • der Vertreter der Bürgerschaft (Vors. des Aktionskreises für Görlitz)
  • der Leiter der Denkmalschutzbehörde

 

Einmal im Jahr (I./II. Quartal) tagt das Kuratorium und entscheidet über die Bewilligung der Mittelvergabe.

Die Denkmalbehörde der Kommune ist für die Verwaltung, Bewirtschaftung und Abrechnung der Mittel verantwortlich:

  • Entgegennahme der Förderanträge bis 15.12. des Jahres für das Folgejahr, Erarbeitung von Vorschlägen für zuwendungswürdige Objekte/Projekte je nach Wertigkeit des Denkmals,
  • die Vorbereitung und Durchführung der Beschlüsse des Kuratoriums über die Vergabe der Mittel,
  • Ausfertigung der Zuwendungsbescheide an die Bauherren
  • Kontrolle der Ausführung der Arbeiten am Denkmal gemäß der Beantragung
  • Abnahme der Bauleistungen und Bestätigung der ordnungsgemäßen Durchführung
  • Vergabe der Bewilligungsmittel nach Auszahlungsantrag
  • Berichterstattung und Rechnungslegung über die Tätigkeit der Stiftung für das zurückliegende Geschäftsjahr
  • Übergabe einer Fotodokumentation von allen im zurückliegenden Bewilligungszeitraum realisierten bzw. umgesetzten Maßnahmen

 

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