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Görlitzer Tourismus 2018 mit Dämpfer - aktuell wird an Zukunftsstrategie für den Tourismus gearbeitet

Görlitzer Tourismus 2018 mit Dämpfer - aktuell wird an Zukunftsstrategie für den Tourismus gearbeitet

vom 20.02.2019

Wie das Statistische Landesamt des Freistaats Sachsen mitteilte, konnte der Görlitzer Tourismus erstmals nicht vom landesweiten Wachstum profitieren. 2018 kamen 135.761 Gäste und buchten insgesamt 277.811 Übernachtungen. Gegenüber dem bisher stärksten Jahr 2017 entspricht das einem Rückgang von -1,4% der gewerblichen Ankünfte bzw. -6,3% der Übernachtungen. Die Aufenthaltsdauer lag bei 2,0 Tagen.

Besonders in den Saisonmonaten ab Juni bis Oktober gab es deutliche Rückgänge in den Übernachtungen. Die letzten Monate erreichten wieder das Vorjahresniveau, insgesamt bleiben die Zahlen im Vergleich zu 2017 jedoch negativ. Die Ankünfte sind im Verlauf etwas stabiler.

Wachstum zeigen die Auslandsmärkte. Da diese jedoch mit insgesamt nur 6,7% zu den Übernachtungszahlen beitragen, hat dies nur geringen Einfluss auf die Gesamtstatistik. Erstmals ist Polen der stärkste Quellmarkt (2792 Übernachtungen, Wachstum von 8,6% zu 2017), gefolgt von der Schweiz (2132 Übernachtungen, Wachstum von 6,9% zu 2017). Tschechien zeigt einen deutlichen Zuwachs (1638 Übernachtungen, Wachstum von 63,1% zu 2017), dahinter folgen die Niederlande (1274 Übernachtungen, Wachstum von 5,8% zu 2017). Die Ausnahme bildet Österreich mit einem Rückgang (1815 Übernachtungen, -31,6% zu 2017).

„Nach über zehn Jahren kontinuierlichem Wachstum können wir mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein“, fasst Andrea Behr, Geschäftsführerin der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH zusammen. Eindeutige Gründe lassen sich nicht benennen. Fakt ist aber, dass ein Rückgang bei den Geschäftsreisenden, aber auch der heiße Sommer, bei dem sich die Gäste eher Badeziele suchten, sicher dazu beigetragen haben. Laut Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH gab es 2018 in der Oberlausitz zudem zweistellige Zuwachsraten im Campingbereich – in diesem deutschlandweit schnell wachsenden Marktsegment  müssen wir es schaffen, zeitnah Kapazitäten aufzubauen in Görlitz“, so Andrea Behr.

„Zusammen mit dem Tourismusverein Görlitz e.V. sowie weiteren Leistungsträgern haben wir letztes Jahr begonnen, eine Zukunftsstrategie für den Görlitzer Tourismus zu erarbeiten. Ziel ist die Stabilisierung bzw. ein weiteres Wachstum.“ Neben den Markenwerten sind dabei auch die Konzentration auf Zielgruppen, Themen und Märkte wichtige Eckpfeiler. „Wir haben starke und attraktive Angebote in Görlitz, die durch die weitere touristische Erschließung des Berzdorfer Sees, die Eröffnung des Kulturforums Görlitzer Synagoge sowie die weitere Verfolgung einer Bewerbung zum Unesco-Weltkulturerbe entscheidende Wachstumsimpulse erhalten werden. Das ist wichtig, um auch die Aufenthaltsdauer der Gäste in unserer Stadt zu erhöhen“, blickt Andrea Behr nach vorn. Auch die Zielgruppe der Familien rückt stärker in den Blickpunkt. Die Konzeption basiert auf den Strategien von Sachsen, der Oberlausitz sowie den touristischen Regionen im Landkreis Görlitz und wird im ersten Halbjahr 2019 finalisiert.

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